Aufbau Ukraine. Marktchancen erschließen. Produktions- und Technologiepartnerschaften realisieren.

Erfahrung, Präsenz und Projekte seit 1996.

Seit Januar 1996 arbeiten wir kontinuierlich mit und in der Ukraine – für produzierende Unternehmen, Technologieanbieter und industrielle Dienstleister. Was als frühes Kooperationsprojekt begann, hat sich über Jahrzehnte zu einer belastbaren Struktur aus unternehmerischen Kontakten, institutionellen Partnern und konkreten Projekten entwickelt.

Mit eigener Präsenz im Land, fundierter Kenntnis der lokalen Rahmenbedingungen und enger Einbindung in internationale Strukturen begleiten wir deutsche und europäische Unternehmen bei Kooperationen, Pilotprojekten und der schrittweisen Erschließung des ukrainischen Marktes – pragmatisch, realistisch und mit klarem Bezug zum europäischen Wirtschaftsraum.

Dieses Bild entstand während eines Projektbesuchs in Kiew. Es steht exemplarisch für die Herausforderungen – und die Potenziale – industrieller Erneuerung.

Warum Ukraine?

Die Ukraine ist ein Markt mit direktem Bezug zum europäischen Wirtschaftsraum, in dem sich derzeit vielfältige wirtschaftliche und technologische Optionen neu ordnen. Nähe zur EU, vorhandene Kompetenzen und ein umfassender Modernisierungsbedarf schaffen ein Umfeld, in dem sich für Unternehmen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung konkrete Kooperations- und Entwicklungsmöglichkeiten ergeben.

Diese Dynamik zeigt sich in mehreren Bereichen.

Beispiele für aktuell besonders relevante Entwicklungen

  • Automotive & Zulieferstrukturen:
    Der Westen der Ukraine liegt in unmittelbarer Nähe zu OEM- und Tier-1-Standorten in Ungarn und der Slowakei. Daraus ergeben sich Optionen für Nearshoring, Kapazitätserweiterung und resilientere Lieferketten.
  • Infrastruktur & umfassende Modernisierung:
    Die gesamte Ukraine steht vor einer tiefgreifenden Erneuerung von Energie-, Verkehrs- und kommunaler Infrastruktur. Der Investitionsbedarf ist landesweit hoch – zugespitzt dort, wo kriegsgeschädigte Strukturen modernisiert werden müssen, aber keineswegs darauf beschränkt.
  • Agrarwirtschaft & Lebensmittelverarbeitung:
    Neben dem Export von Agrarrohstoffen gewinnt der Ausbau von Verarbeitung, Qualitätssystemen und marktfähigen Lebensmitteln zunehmend an Bedeutung – mit klarem Bezug zu europäischen Märkten.
  • Verteidigungs- und sicherheitsnahe Industrie:
    Unter den aktuellen Rahmenbedingungen hat die Ukraine substanzielle industrielle und technologische Kompetenzen aufgebaut, etwa in Systemintegration, Elektronik und flexibler Fertigung. Bereits heute sind konkrete Bestrebungen zur Internationalisierung und zum Export erkennbar, verbunden mit neuen Kooperationsformen.

Diese Beispiele stehen stellvertretend für ein breiteres Bild. Entscheidend ist ein realistischer, schrittweiser Marktzugang: Kompetenzen sind vorhanden, jedoch regional und strukturell unterschiedlich ausgeprägt. Wer diese Unterschiede kennt, Partner gezielt auswählt und Erwartungen sauber einordnet, kann tragfähige Positionen aufbauen.

Unser Ukraine-Ansatz

Unser Ukraine-Ansatz verbindet kontinuierliche Präsenz im Land mit unternehmerischer Projektlogik und einer realistischen Bewertung industrieller und technologischer Fähigkeiten. Ziel ist es, Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, auf die sich Unternehmen und Institutionen tatsächlich verlassen können.

Wir sind regelmäßig in der Ukraine vor Ort und kennen die Situation jenseits von Berichten, Präsentationen und aggregierten Statistiken. Diese Nähe ermöglicht es uns, Entwicklungen einzuordnen, regionale Unterschiede zu erkennen und die tatsächliche Handlungsfähigkeit von Akteuren realistisch zu bewerten.

Die Ukraine verfügt über hohe industrielle und technologische Kompetenzen. Diese sind jedoch nicht gleichmäßig verteilt – weder regional noch strukturell. Für den Erfolg von Kooperationen ist entscheidend, wo Kompetenzen vorhanden sind, welche Akteure unter aktuellen Bedingungen leistungsfähig sind und in welchen Konstellationen Projekte umsetzbar werden.

Wir stützen uns daher nicht allein auf formale Daten, sondern auf deren fundierte Interpretation. Wir bewerten, welche Produktions-, Technologie- und F&E-Kapazitäten real verfügbar sind, wie belastbar bestehende Strukturen sind und welche Einstiegsszenarien unternehmerisch sinnvoll erscheinen.

Auf dieser Basis strukturieren wir Vorhaben pragmatisch: von der ersten Orientierung über gezielte Pilotprojekte bis hin zur Vorbereitung weitergehender Kooperationen oder industrieller Präsenz. Dabei geht es nicht um schnelle Festlegungen, sondern um schrittweise, risikoangemessene Entscheidungen.

Unsere institutionelle Verankerung

STZ OST-WEST

Bietet Unternehmen einen direkten Zugang zu belastbaren Netzwerken, Entscheidungswegen und Projektstrukturen.
Kurze Wege und klare Ansprechpartner ermöglichen eine zügige Einordnung von Vorhaben und realistische nächste Schritte – verankert in der Region Stuttgart und anschlussfähig an internationale Märkte.

Steinbeis Ukraine

Ermöglicht operative Nähe und fundierte Einschätzungen aus erster Hand.
Kennt lokale Akteure, regionale Unterschiede und tatsächliche Leistungsfähigkeit vor Ort – eine Voraussetzung für verlässliche Partnerwahl und umsetzbare Projekte unter aktuellen Bedingungen.

UNIDO

Eröffnet den Zugang zu international anerkannten Standards, Programmen und institutionellen Netzwerken.
Stärkt die Einbettung von Vorhaben in einen global akzeptierten Rahmen und erhöht Anschlussfähigkeit, Skalierbarkeit und institutionelle Glaubwürdigkeit von Projekten.

Aktuelle Vorhaben & Arbeitsfelder in der Ukraine

Unsere aktuellen Aktivitäten in der Ukraine zielen darauf ab, deutschen und europäischen Unternehmen frühzeitig Orientierung, Zugang und Handlungssicherheit in einem sich neu strukturierenden Markt zu ermöglichen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Erschließung von Marktchancen im Zusammenhang mit der Instandsetzung und Erneuerung kriegsbedingt geschädigter Strukturen. Gleichzeitig geht der Blick bewusst darüber hinaus: Die Modernisierung der ukrainischen Infrastruktur, Industrie und Produktionsbasis eröffnet ein deutlich breiteres, langfristiges Marktpotenzial – regional wie sektorübergreifend.

Wir arbeiten daran, Unternehmen den Zugang zu geeigneten ukrainischen Produktionspartnern zu eröffnen und bestehende industrielle Kompetenzen realistisch einzuordnen. Dabei geht es nicht um theoretische Kapazitäten, sondern um Akteure, die unter aktuellen Bedingungen tatsächlich leistungsfähig und kooperationsbereit sind.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Erschließung ukrainischer Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Die Ukraine verfügt über substanzielle technische und ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen, die für gemeinsame Entwicklungsprojekte, Technologietransfer und die Vorbereitung eigener Produktionsaktivitäten relevant sind.

Auf dieser Basis begleiten wir auch die Vorbereitung von Produktionsaufbau und industrieller Präsenz in der Ukraine – schrittweise, risikobewusst und angepasst an die jeweilige Ausgangssituation der Unternehmen. Ziel ist es, fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und Optionen zu eröffnen, nicht vorschnelle Festlegungen zu erzwingen.

Ein Teil dieser Aktivitäten erfolgt in Pilotvorhaben mit UNIDO. Diese Projekte sind gezielt offen für Unternehmen, die sich mit Lösungen, Technologie oder Produktionskompetenz an der konkreten Umsetzung beteiligen möchten. Beteiligungsmöglichkeiten in den UNIDO-Pilotvorhaben.

Aktuelles aus unserer Projektarbeit in der Ukraine

Unsere Aktivitäten in der Ukraine entwickeln sich kontinuierlich weiter. In den folgenden Beiträgen geben wir Einblicke in laufende Projekte, Gespräche, Vorhaben und Rahmenbedingungen – aus der laufenden Arbeit vor Ort und im Austausch mit Partnern in der Ukraine.

Marktchancen in der Ukraine prüfen

Wenn Sie prüfen möchten, ob und in welcher Form eine Zusammenarbeit in der Ukraine für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, freuen wir uns auf einen gezielten Austausch zur Einordnung und Klärung Ihrer Fragestellung.